Sanierung

Mit kleinen Schritten zu grosser Energieeffizienz

Moderne Bau- und Haustechnik spart erheblich Energie. Viel von diesem Sparpotenzial können Sie auch mit wenigen ausgewählten Massnahmen erschliessen.

Energieeffizienz durch Sanierung

Nur ein Prozent aller Häuser und Wohnungen wird in der Schweiz jedes Jahr neu gebaut. Der grösste Teil der Gebäude sind Altbauten. Diese sind oft gut in der Bausubstanz, aber energetisch ineffizient. Meist so sehr, dass mit wenigen kleinen Massnahmen eine riesige Menge Energie gespart werden kann – wenn man an den Stellen beginnt, an denen im Haus am meisten Energie verloren geht. In der Grafik sehen Sie schnell, wie viel sie im Schnitt an einzelnen Schwerpunkten sparen können.

An diesen Schwerpunkten setzen auch die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich an, kurz Muken genannt. Im Gegensatz zu Neubauten gibt es bei Altbauten keine Anforderung an den Energiewert eines Gebäudes, der mit den Massnahmen insgesamt erreicht werden muss. Aber jede einzelne Massnahme muss für sich genommen Sinn machen und die Kriterien erfüllen: In Muken nennt man sie Standardlösungen.

Diese Möglichkeiten haben Sie bei der Altbausanierung nach Muken:

  • Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser verwenden

    Eine Wärmepumpe sorgt für Heizung und Warmwasser. Die Vorschriften von Muken sind erfüllt, wenn das ganzjährig geschieht. Elektrische Nachheizung beim Warmwasser ist nur für die Temperaturanhebung, gegen Legionellen und im Notbetrieb zulässig.

  • Auf eine Holzheizung umstellen

    Eine Holzheizung sorgt für Wärme. Die Vorschriften von Muken sind erfüllt, wenn diese auch für mindestens 50 Prozent vom Warmwasser sorgt. Grundsätzlich ist jede Art von Biomasseheizung nach Muken zugelassen. Am bequemsten ist eine Pelletsheizung.

  • Öl- oder Gasheizung ergänzen mit Solarthermie

    Mindestens eine thermische Solaranlage für die Erzeugung von Warmwasser. Die Vorschriften von Muken sind erfüllt, wenn die Solarkollektoren 2 Prozent der Energiebezugsfläche ausmachen. Bei einem Haus von 200 Quadratmeter entspricht das einer Kollektorenfläche von 4 Quadratmetern. Es spricht aber nichts dagegen, dass Sie noch mehr tun als vorgeschrieben. Sonnenenergie eignet sich nicht nur für Warmwasser – sie kann auch die Heizung selbst unterstützen.

  • Öl- oder Gasheizung ergänzen mit Photovoltaik und Wärmepumpenboiler

    Mindestens ein Wärmepumpenboiler, der seinen Strom aus Photovoltaik bezieht. Die Vorschriften von Muken sind erfüllt, wenn die Solarzellen 5 Watt Spitzenleistung pro Quadratmeter Energiebezugsfläche bringen. Bei einem Haus von 200 Quadratmetern entspricht das etwa der Leistung von 6 Quadratmetern Solarzellen. Es spricht aber nichts dagegen, dass Sie noch mehr tun als vorgeschrieben.

  • Öl- oder Gasheizung ergänzen mit Wärmerückgewinnung

    Einbau einer Komfortlüftung (KWL) mit Wärmerückgewinnung. Die Vorschriften von Muken sind erfüllt, wenn die Wärmerückgewinnung einen Wirkungsgrad von mindestens 70 Prozent erreicht. Es spricht aber nichts dagegen, dass Sie noch mehr tun als vorgeschrieben. Die besten Komfortlüftungen holen bis zu 90 Prozent der Wärme zurück.

  • Öl- oder Gasheizung ergänzen mit Fenstersanierung

    Ersatz aller Fenster an der thermischen Gebäudehülle. Die Vorschriften von Muken sind erfüllt, wenn die neuen Fenster einen U-Wert von 0,7 Watt pro Quadratmeter oder weniger haben. Es spricht aber nichts dagegen, dass Sie noch mehr tun als vorgeschrieben. Denkbar ist ausserdem die Dämmung von Dach oder Fassade.

  • Öl- oder Gasheizung ergänzen mit Dach- oder Wanddämmung

    Wärmedämmung von Fassade und/oder Dach. Die Vorschriften von Muken sind erfüllt, wenn die neuen Aussenflächen einen U-Wert von 0,2 Watt pro Quadratmeter oder weniger haben. Es spricht aber nichts dagegen, dass Sie noch mehr tun als vorgeschrieben. Denkbar ist ausserdem der Einsatz von Fenstern mit besserer Isolierverglasung.

Die Vorschriften zielen vor allem auf spürbare Energieeinsparungen ab. Und nur zum Teil auf den Einsatz erneuerbare Energien. Erreicht Ihr Gebäude nach GEAK mindestens die Energieeffizienzklasse D, dann dürfen Sie dürfen grundsätzlich Ihre alte Öl- oder Gasheizung weiter benutzen. Aber oft macht es Sinn, ausserdem Brenner und Kessel zu modernisieren.

Bei Sanierungsprojekten bieten wir unseren Fachpartnern mit unserem Know-how uns unserem umfassenden Sortiment perfekte Unterstützung. Gerne vermitteln wir Ihnen auch einen Installateur, Planer oder Energieexperten in Ihrer Region.